AFI - crash love
Die einstiege Punkband hat sich zu einer geschmeidigen Rockband gemausert. Mit crash love bringen AFI ihr 8. Studioalbum heraus. Die Platte ist voller schöner Melodien, das Songwriting ist abwechslungsreich und sehr gelungen. Alle wirkt dicht und auch atmosphärisch, die Gitarren meist akzentuiert und oft durch Synthie-Klänge und elektronische Effekte ergänzt. Der Gesang von Davey Havok ist eingängig, meist klar und nur mit sehr wenigen Shouts. Die CD lässt sich wunderbar durch hören, alle Stücke haben ihren eigenen Charme. Wirklich harte Töne werden sehr selten angeschlagen.´Ein kleiner Wermutstropfen ist der Song veronica sawyer smokes. Dieser erinnert vom ersten Moment an Poprock-Stücke wie von Wir Sind Helden, sowohl was Gesang als auch was die Instrumentierung betrifft. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Wer sich erhofft hat, dass AFI zu ihrem alten Stil zurückkehren, der sollte lieber die Finger von diesem Album lassen, es ist eindeutig eher poppiger geworden als rockiger. Für die einstige Hardcore-Punkband mit einer 18jährigen Bandkarriere eher ein Armutszeugnis. Zum einfach netten Hören, z.B. beim Autofahren, genau richtig. VÖ: 29.09.2009, Label: DGC / Interscope Records, www.afireinside.net
- Der Metal-Freak: Schatzi, ich habe eine CD für dich…für mich ist das nix.
- Der Altrocker: Ok, leg sie bitte auf den Tisch.
- Der D**** Hörer: Mach mal lauter, das gefällt mir.
- Die Schwiegermutti: Doch, das kann ich mir gerne mal anhören.
- Der Techniker: Solides Album, saubere Sache.
Text: VK
Alice In Chains - black gives way to blue
14 Jahre haben die Grunge-Pioniere gebraucht um ein neues Album raus zu bringen. Jetzt geht das Gesabbel der Hardcorefans erst richtig los. Denn der verstorbene Sänger Layne Staley war und ist in deren Augen der einzige der bei der Combo singen durfte. Tja, man muss sich aber in die Lage der restlichen Bandmitglieder versetzen und verstehen dass es für sie auch weiter gehen muss. Nun, dass es 14 Jahre brauchte ist schon ein Ding und so richtig inaktiv waren die Herrschaften über die Jahre auch nicht. Zahlreiche Gastauftritte und Kooperationen in verschiedenen Projekten waren die perfekten Stargeber für eine erneute Zusammenkunft als Alice In Chains. Der neue am Mikrofon heisst William DuVall und mischt in der Band schon bereits seit 2006 mit. Aber genug geschichtliches, es geht hier ja schliesslich um die Musik und diese ist besser denn je, mitreissend und sattem Soud produziert. Ein vergleich mit den alten Alben wage ich hier nicht zu kommentieren, das überlasse ich ehrlich gesgat andern. VÖ: 25.09.2009, Label: Virgin / EMI, www.aliceinchains.com
- Der Metal-Freak: Legt mich auch in Ketten.
- Der Altrocker: Du bist voll der Freak, soll ich dir noch Wachs heiss machen? Der
- D****-Radio Hörer: Das treibt ganz gut, joa ist genehmigt.
- Die Schwiegermama: Endlich!
- Der Techniker: Glatt zum durchhören, auf meiner diesjährigen Favoritenliste notiert.
Text: MS
Amon Amarth – Twilight Of The Thunder God (CD)
Melodic Death Metal wie man ihn von der schwedischen Band gewohnt ist. Wenn wir uns das Album ganz genau anhören, stellen wir schnell fest, dass uns die Jungs von Amon Amarth im Vergleich zu den Kompositionen der Vorgänger nichts neues zu erzählen haben. Aber das tut der Scheibe definitiv keinen Abbruch, denn über die musikalische Qualität gibt es nichts zu negatives zu sagen, absolut nicht. Denn am Talent der Band einfach ergreifenden Sound zu produzieren, zweifelt nach soll den Alben bestimmt keiner mehr. Man bekommt ein wenig das Gefühl, dass der Gitarrensound eine etwas wichtigere Aufgabe als in den letzten Alben trägt. Durch die zehn Stücke ziehen sich Groove, Double-Base-Angriffs-Keilerei, Melodie und sogar ein wenig Eingängigkeit, die Amon Amarth auch den „Nicht-Metalern“ näher bringen könnte. Absolut durch und durch ein beeindruckendes Werk und wir freuen uns schon auf eine LIVE-Darbietung des Ganzen! VÖ: 19/09/08, Label: Metal Blade Records, www.amonamarth.com
- Der Metal-Freak: Uhja Uhja Uh – HAMMER!!!
- Der Altrocker: Geht ab!
- Der D****-Radio-Hörer: Hmm hmm, alles muss ich nicht verstehen
- Die Schwiegermama: Ja wieso denn immer wieder dieser Lärm
- Der Techniker: Thunder God – With Odin On Your Side!
Text: NB
Ape Dos Mil – and we will watch the raindrops fall (CD)
Sich auf Solopfade zu begeben kann manchmal ein steiniger Weg sein. Man steht mit seinem Namen bzw. Projektnamen, um es vorsichtig auszudrücken, als Alleinverantwortlicher für das Endprodukt in der Kritik. Der eine sucht sich Leute und drillt sie bis an die Kante des Möglichen oder verfolgt das Motto Do it yourself. Motto hin oder her, jedenfalls muss man dafür ein gewisses Instrumentenverständnis besitzen. Denn auch wenn jemand kein Keyboard spielen kann, muss er dennoch erlernen, was mit einem Keyboard alles machbar ist. Ape Dos Mil alias Moritz Thomann ist ein junger, kreativer und innovativer Mann, der mit der Do it yourself Methode in vollkommener Übereinstimmung komponiert und produziert. Sein Debüt and we will watch the raindrops fall ist im Grunde ein mit Synthesizer aufgebautes Album. Den Umgang mit Effekten, aber auch mit gefühlvollem Gitarrenspiel und dezenten Vocals verewigt der 20 jährige Student der Musikwissenschaften mit 14 Tracks und bringt es auf eine stolze Stunde. Einige Beats und Sounds sind aus altbekannten Atari oder Commodore Spielen der 80/90 Jahre hergeleitet, verleihen aber den Kompositionen den richtigen Selfmade-Charakter. Die Songs schweben überwiegend einfach so dahin, der Zuhörer wird schon fast zum Träumen gezwungen. Die Musik ergreift den jeweiligen Gemütszustand und transformiert ihn in einen unbesorgten und zugleich entlastenden Schweif. Dem Macher ist es gelungen, seine Musik tiefgründig und authentisch auf den Hörer wirken zu lassen. VÖ: 2009, Produced, Written, Performed by Moritz Thomann, www.apedosmil.de
- Der Metal-Freak: Stille Gewässer sind tief.
- Der Altrocker: Ich geh mal tauchen.
- Der D****-Radio-Hörer: „And we will watch the raindrops fall“, romantischer geht’s nicht mehr.
- Die Schwiegermama: I have a dream.
- Der Techniker: Ich mĂĽsste mal das Equipment genauer studieren.
Text: MS
As You Drown – reflection
Wenn ein Album mit „Schweden Death“ ausgezeichnet wird, dann ist das wie ein Gütesiegel auf einer holsteinischen Leberwurst – das Album ist dann bombig. Was die fünf Schweden auf reflection darbieten, bekommt von mir dieses Siegel noch nicht ganz aber damit schrammen As You Drown nur knapp dran vorbei. Das Debüt-Album der Elchtöter ist in jeder Hinsicht ein Werk, aufgrund dessen man die Jungs im Auge behalten sollte. Eine fette Produktion ist mittlerweile bei der Veröffentlichungsflut schon ein Muss und daher Voraussetzung, wenn man wirklich Ambitionen hat. Bei den Kompositionen trennt sich dann häufig die Spreu vom Weizen. As You Drown kann durchaus bescheinigt werden, dass sie bei den Kompositionen ein glückliches Händchen hatten und treibende Drums mit harten und kompromisslosen Gitarren recht gut in Einklang gebracht haben. Der Shouter growled wie ein Elch auf Speed in der Paarungszeit und erreicht stimmliche Tiefen, die einem das Fürchten lehren. Death-Metal, wie ich ihn mag, muss ordentlich Druck haben, Power, Tempo und nicht zu viele Breaks. Das haben die Schweden auf reflection fast in allen Songs so umgesetzt und daher stehe ich dieser Scheibe recht positiv gegenüber. Allerdings wünsche ich mir für das folgende Exemplar etwas mehr kreative Spielfreudigkeit. Die einzelnen Songs sollten sich schon deutliche von einander abheben. Ansonsten: YEAHH!! VÖ: 03.07.09, Lable: Metal Blade Records, www.myspace.com/asyoudrownsweden
- Der Metal-Freak: Tod den Elchen!!
- Der Altrocker: Vegetarische Ernährung bekommt mir besser.
- Der D****-Radio-Hörer: Über die Brumpftzeit weiß ich Bescheid, seit DJ Bobo.
- Die Schwiegermama: Die Stimme, ja das kommt von den starken Zigaretten
- Der Techniker: Ich klink mich heute aus – kein Kommentar
Text: HK





